Aktionstag: „Schluss mit schmutzig auf Partymeilen“

Wer feiern kann, kann auch arbeiten – nach diesem Motto sammelte eine Gruppe von Studenten, Laufsportlern und aha-Mitarbeitern sportlich Müll. Bei dieser Plogging-Aktion in der Nordstadt kam eine Menge gefüllter Müllsäcke zusammen. Anschließend gab es am Zentrum für Hochschulsport für die fleißigen Sammler Grillwurst und kühle Getränke. „Mit diesem Aktionstag im Rahmen der Hannover sauber! – Kampagne wollen wir das Verantwortungsbewusstsein innerhalb der Bevölkerung steigern“, sagte aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz, der am Ende einen gut gefüllten Sack vorweisen konnte. „Wer im öffentlichen Raum feiern kann, kann ihn auch aufräumen!“
„Unter dem Motto – Laufend Gutes tun – kann man die heutige Aktion zusammenfassen“, sagte Marathon-Veranstalterin und Initiatorin Stefanie Eichel. Unterstützt wurde die Aktion durch Bezirksbürgermeisterin Edeltraut-Inge Geschke, Stadtbezirksmanager Stephan Kaczmarek und den Hochschulsport Hannover. Als Aktionsort wurde die Nordstadt gewählt, um gemeinsam mit Studenten rund um Uni auf ihrer hauseigenen Partymeile sauberzumachen. Gleichzeitig sollte mit der Aktion das Bewusstsein der unter anderem studentischen Bewohner dafür geweckt werden, dass jeder etwas für die Sauberkeit vor der eigenen Tür tun kann.
Pause wurde beim Kultkiosk Onkel Olli’s eingelegt, um eine erste Bilanz zu ziehen. Unter den Fundstücken war ein Badminton-Schläger, diverse To-Go-Becher, Zigarettenkippen und vieles mehr. aha-Abfallfahnder Markus Hintzke, der ebenfalls fleißig mitploggte, notierte sich auch gleich den Standort einiger Schrottfahrräder zur Entsorgung.
„Ploggen“ ist ein Trend aus Schweden und heißt, laufend oder gehend Straßenmüll einzusammeln und die Stadt zu reinigen. Ein Fitnesstrend, der regelmäßig für viel Aufmerksamkeit und Interesse sorgt. Passend dazu gibt es auf der Hannover-sauber-Facebookseite ein paar Übungen, die sich beim sportlichen Müllsammeln gut durchführen lassen.

 

Hannover sauber beteiligt sich an Clean Up Tour für Hannovers Flüsse

Schluss mit schmutzig an Leine und Ihme hieß es am 25. August für viele Paddler. Das Clean River Project war auf seiner Deutschland-Tour in Hannover zu Gast und mobilisierte Wassersportler zur Säuberung der Gewässer. Mit Booten und Stand-up-Boards holten viele motivierte Hannoveraner Plastikmüll aus Leine und Ihme, sogar Fahrräder zogen sie aus dem Wasser. Die Entsorgung der gesammelten Gegenstände hat der Zweckverband Abfallwirtschaft Hannover – aha übernommen. Vielen Dank an alle fleißigen Helfer!

Hintergrund der Aktion ist die Clean Up Tour 2019, bei der Paddler Stephan Horch im Kajak von Koblenz nach Berlin paddelt, um auf Plastikmüll in deutschen Gewässern aufmerksam zu machen. Dabei gibt es in sieben Städten ähnliche Müllsammelaktionen. Außerdem hält Horch im Anschluss jeweils einen Vortrag. Zur Belohnung gab es in Hannover ein ein Konzert der Band Passpartout in der Freiluftbar Strandleben. Die Musiker hatten sich zuvor an der Aufräumaktion beteiligt.

Limmern – Schluss mit schmutzig

Auf der Limmerstraße in Hannover Linden ist immer schwer was los. Gerade an den Wochenenden im Frühjahr und Sommer wird sie oft zur Partymeile – und damit leider immer öfter auch zur Müllmeile. Mit der Aktion „Limmern – Schluss mit schmutzig“ haben aha und die Landeshauptstadt am 25. Mai für eine saubere Partymeile geworben. Dabei standen Information und Spaß im Vordergrund und nicht der erhobene Zeigefinger.

Mit der Aktion, die Teil der Hannover sauber!-Kampagne ist, klären die Initiatoren junge Menschen, Nachtschwärmer und Partygänger auf. Der Umweltgedanke „Halte Deine Partymeile sauber“ war Motto der Aktion. Partner der Aktion in der Limmerstraße waren Radio Hannover, die studentische Bewegung enactus mit der App pfandgeben.de und die Organisation „Politik zum Anfassen“.

„Immer wieder beschweren sich Anwohnerinnen und Anwohner über verschmutzte Ecken und Straßenzüge“, sagt Finanz- und Ordnungsdezernent Dr. Axel von der Ohe. „Mit Aktionen rund um die Stadtsauberkeit wollen wir junge Menschen erreichen und zu umweltfreundlichem Handeln bewegen.“

„Linden ist in den vergangenen Jahren zur verstärkten Partymeile geworden. Insbesondere Jugendliche und Studenten treffen sich gerne in diesem Stadtteil, um am Wochenende gemeinsam zu feiern. Das Reinigungsaufkommen ist für die aha-Stadtreinigung entsprechend hoch“, erläutert Mathias Quast, Leiter der aha-Stadtreinigung.

Neben Anregungen für mehr Stadtsauberkeit kam auch der Spaß nicht zu kurz: Viele junge und auch ältere Passanten machten vor, um und auf der aha-Kehrmaschine Fotos und drehten eine Runde mit dem Teambike.

 

Flow Garden im Maschteich ist eine neue Attraktion

Schwimmende Gärten würde man in Hannover nicht sofort vermuten. Dennoch gibt es sie – im Maschteich. Bis Oktober werden dort Gemüse, Kräuter und aromatische Pflanzen gezogen – auch ein Erntefest ist geplant. Die offizielle Eröffnung des Projekts ist am 15. Mai.

Verwirklicht wurde das Umweltbildungsprojekt mit vielen Partnern, die mit Sachspenden oder Know-how unterstützt haben.

  • Schulbiologiezentrum Hannover (Bildungsangebote, Pflanzen)
  • Zweckverband Abfallwirtschaft Hannover (Torffreie Pflanzerde)
  • Moin Bambú, Dipl.Ing. Claudia Wonnemann (Bambuskonstruktionen)
  • vegandi, Ing. Helmut Schmidt (Konstruktionsplanung)
  • artlab4, Joy Lohmann (Projektsteuerung)
  • Hannover Gin, Joerma Biernath (Pflanzkonzeption und Umsetzung)
  • Mansana Projects, Benedikt Schlund (MakerCamp)
  • pool.communication, (Kommunikation und Design)
  • Leibniz Uni / Institut für Turbomaschinen und Fluid-Dynamik (Metallbearbeitung)
  • BAUHAUS Schulenburger Landstr. (Materialspenden)
  • Stadt Hannover, Agenda21 & Nachhaltigkeitsbüro (SDG-Kommunikation)
  • Glockseeschule Hannover, Umwelt-AG (Mitbau der Schwimminseln)
  • Kretschmar Schaumstoffe (PE-Schaumstoff Upcycling als Schwimmkörper)Kultur-des-Wandels Netzwerk (Ausstattung)

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter open-island.org.

 

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