Müllmelde-App legt sauberen Start hin

Am vergangenen Freitag stellten die Landeshauptstadt Hannover (LHH), die Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) und die ÜSTRA die neue Müllmelde-App vor. Die Anwendung steht für alle Android-Nutzer im Playstore bereit. iPhone Besitzer bekommen sie im App Store. Obwohl die App erst seit kurzem zum Download bereitsteht, wurde sie schon über 500 Mal heruntergeladen. Im Schnitt gehen bis zu 150 Meldungen täglich über die App ein, mit deutlich steigender Tendenz.

Mit der neuen App kann jeder, der ein Smartphone hat, schnell und leicht wilde Müllstellen melden: Einfach eine Kategorie wählen, Standort freigeben, Foto hochladen und abschicken. Wer wissen möchte, wie schnell ein wilder Müllhaufen abgeräumt werden kann, hinterlässt einfach seine E-Mail-Adresse und bekommt so zeitnah eine Rückmeldung.

Finanz- und Ordnungsdezernent Dr. Axel von der Ohe freut sich über den Beginn der App: „Nachdem die Abfallfahndung bei aha personell ebenso aufgestockt werden konnte wie die Teams zur Beseitigung wilden Mülls, ist der Start der App jetzt ein weiterer Schritt zur Erhöhung der Stadtsauberkeit in Hannover“.

Die ÜSTRA ist seit Beginn Partner von „Hannover sauber!“. „Ich war sofort von der Kampagne überzeugt, weil sie den Nerv der Zeit trifft und ein tolles Netzwerk bietet, welches seine Kompetenzen optimal bündeln kann. Ich bin mir sicher, dass die App gut angenommen wird und zahlreiche Nutzer findet. So können wir unseren Beitrag leisten und unsere Haltestellen gezielter reinigen“, so Denise Hain, Vorstand Betrieb und Personal.

aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz betont, die Müllmelde-App stelle eine wertvolle Säule im Kampf gegen wilden Müll dar. „Um die eingehenden Meldungen effektiver prüfen zu können, haben wir vor kurzem die Abfallfahnderstellen erhöht. Statt fünf sind nun neun Abfallfahnder im Stadtgebiet unterwegs. Mit zusätzlichen Abräumkräften wollen wir schneller Problempunkte beseitigen und für ein sauberes Stadtbild sorgen.“

Mathias Quast, Leiter der Stadtreinigung ergänzt: „Mit dem Start der App für alle Hannoveranerinnen und Hannoveraner endet die ausführliche Betatest-Phase. Rund 300 Beta-Tester aus allen Stadtteilen haben die Müllmelde-App seit Anfang des Jahres erfolgreich getestet und weiterentwickelt. Diesen Zeitraum haben wir genutzt, uns personell und technisch vorzubereiten. Ob die deutlich verstärkten Ressourcen ausreichen, wird die Praxis zeigen. Die Stadtreinigung Hannover stellt sich dieser spannenden Aufgabe.“

Limmern – Schluss mit schmutzig

Auf der Limmerstraße in Hannover Linden ist immer schwer was los. Gerade an den Wochenenden im Frühjahr und Sommer wird sie oft zur Partymeile – und damit leider immer öfter auch zur Müllmeile. Mit der Aktion „Limmern – Schluss mit schmutzig“ haben aha und die Landeshauptstadt am 25. Mai für eine saubere Partymeile geworben. Dabei standen Information und Spaß im Vordergrund und nicht der erhobene Zeigefinger.

Mit der Aktion, die Teil der Hannover sauber!-Kampagne ist, klären die Initiatoren junge Menschen, Nachtschwärmer und Partygänger auf. Der Umweltgedanke „Halte Deine Partymeile sauber“ war Motto der Aktion. Partner der Aktion in der Limmerstraße waren Radio Hannover, die studentische Bewegung enactus mit der App pfandgeben.de und die Organisation „Politik zum Anfassen“.

„Immer wieder beschweren sich Anwohnerinnen und Anwohner über verschmutzte Ecken und Straßenzüge“, sagt Finanz- und Ordnungsdezernent Dr. Axel von der Ohe. „Mit Aktionen rund um die Stadtsauberkeit wollen wir junge Menschen erreichen und zu umweltfreundlichem Handeln bewegen.“

„Linden ist in den vergangenen Jahren zur verstärkten Partymeile geworden. Insbesondere Jugendliche und Studenten treffen sich gerne in diesem Stadtteil, um am Wochenende gemeinsam zu feiern. Das Reinigungsaufkommen ist für die aha-Stadtreinigung entsprechend hoch“, erläutert Mathias Quast, Leiter der aha-Stadtreinigung.

Neben Anregungen für mehr Stadtsauberkeit kam auch der Spaß nicht zu kurz: Viele junge und auch ältere Passanten machten vor, um und auf der aha-Kehrmaschine Fotos und drehten eine Runde mit dem Teambike.

 

Schülerinnen und Schüler erleben Politik zum Anfassen

Eigene Ideen diskutieren. Die Region verändern. Und dabei ganz viel über Kommunalpolitik erfahren: Rund 100 Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen aus Hannover schlüpften im Planspiel „Pimp Your Town! Region Hannover“ schon zum vierten Mal für mehrere Tage in die Rolle von Kommunalpolitikern. Sie entwickelten eigene Ideen, berieten Anträge und trafen Entscheidungen, die tatsächlich der lokalen Politik vorgelegt werden. Durch das Projekt sollen Jugendliche für Politik begeistert werden.

Zunächst stellten aha-Beschäftigte in mehreren Schulen die Kampagne Hannover sauber! vor. Dabei ging es um Ziele, Partner, Initiativen und Projekte. Auch das Thema Stadtsauberkeit im Allgemeinen wurde diskutiert. Danach ging es zur Sitzung des fiktiven Rats. Dort wurden einige interessante Anträge besprochen. Das Thema Stadtsauberkeit spielte dabei eine wichtige Rolle.

Anträge der Schülerinnen und Schüler zum Thema Hannover sauber!:

  • Erneuerung bzw. Reinigung schmutziger Straßenschilder
  • mehr Schulaktionen für die Säuberung der Stadt
  • bessere Pflege öffentlicher Parkanlagen
  • bessere Pflege von Toiletten in Schulen und im öffentlichen Raum
  • Müllsammeln als Strafmaßnahmefür Schülerinnen und Schüler
  • Einrichten von Graffiti-Flächen
  • bessere Sauberkeit in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • mehr Mülleimer in ÖPNV
  • mehr Pflanzen im öffentlichen Raum
  • monatlicher Müllsammelaufruf
  • Ausgabe von Hundetüten bei Mülleimern
  • Verkauf von Lebensmitteln in recycelbaren Verpackungen
  • umweltfreundlichere to-go-Verpackungen

Orange ist das neue clean

Zugegebenermaßen ein schräger Titel, aber was ÜSTRA und protec Mitte Mai für die neue Messe „Clean Transport“ aufgefahren hatten, war der Hammer. Schon vor dem Betreten der Messehalle auf dem Gelände der Hannover Messe zogen zwei riesige Werbebanner die Blicke der Besucher auf sich. Davor im coolen „Hannover sauber!“-Outfit der Elektro-Linienbus und zwei nagelneue Renault Kangoos.

Auf einem ewiglangen orangen Teppich schritten am zweiten Messetag der Finanz- und Ordnungsdezernent der Landeshauptstadt Hannover, Dr. Axel von der Ohe, und ÜSTRA Vorstandschef Dr. Volkhardt Klöppner in den einladenden Lounge-Bereich. Auch hier alles mit orangen Läufern ausgelegt und flankiert von diversen Bannern luden Hocker, Stehtische und Bänke zum Verweilen ein – natürlich gebrandet mit professionell gestylten Bezügen.

Im Zentrum des Ensembles ein Waffelwagen, mit, na klar: „Hannover sauber!“-Outfit – ein echter Hingucker. Drei mit apfelsinenfarbenen Uniformen gekleidete Waffelbäckerinnen ließen beim Backen einen verführerischen Duft nach belgischen Waffeln aufsteigen. In weiße Schokolade getauchte Waffeln am Stil und garniert mit „Hup Holland Hup“-farbenem, orangen, Hagelslag bestreut, konnten auch Dr. Axel von der Ohe und Dr. Volkhardt Klöppner nicht widerstehen. Dass sogar der Waffelstil das „Hannover sauber!“-Logo trug, konnte bei so viel kreativer Detailtreue schließlich kaum noch überraschen.

 

Urban Gardening in Davenstedt

Auf eine gute Nachbarschaft – und das naturnah und klimafreundlich. In einer gemeinsamen Initiative der Zusatzversorgungskasse (ZVK) Hannover, dem Verein Transition Town und dem Bezirksbürgermeister der Stadtteile Ahlem, Badenstedt und Davenstedt, Rainer Göbel, ist ein naturnahes, klimafreundliches und Nachbarschaft stiftendes Projekt entstanden: die Zukunftsinsel – unterstützt von Hannover sauber!.

Am 3. Mai wurde das Projekt in der Friedrich-Heller-Straße in Davenstedt eröffnet und die Zukunftsinsel auf dem grünen Dach der Tiefgarage gemeinsam erstellt. Mieterinnen und Mieter haben dort vier Hochbeete aufgestellt und gemeinsam mit dem stellvertretenden ZVK-Geschäftsführer Carsten Fischer, Bezirksbügermeister Rainer Göbel, Stadtkämmerer Dr. Axel von der Ohe, Thomas Köhler von Transition Town und aha-Sprecherin Helene Herich bepflanzt.

Zukünftig können die Mieterinnen und Mieter ihr eigenes Hochbeet anfordern und beflanzen. Mit dem kostenlosen Kompost von aha wachsen dann die eigenen Zucchinis und Kürbisse direkt vor der eigenen Wohnungstür.

Kinder der Per Mertesacker Stiftung räumen in Mühlenberg auf

Zum Auftakt der diesjährigen Aktion „Hannover ist putzmunter“ – organisiert vom Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) und der Landeshauptstadt Hannover – zogen am gestrigen Montag rund 20 Kinder der Per Mertesacker Stiftung los zum Frühjahrsputz in Mühlenberg.

Die Per Mertesacker Stiftung setzt sich für die soziale Integration von Kindern in der Region Hannover ein. Dabei stehen insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund, mit einer Lernschwäche oder mit sozial schwächerer Herkunft im Vordergrund. Im Februar 2018 eröffnete die Per Mertesacker Stiftung in Mühlenberg einen neuen Standort. In mehreren Fünfergruppen teilten sich die Kinder – ausgerüstet mit Handschuhen und Müllbeuteln – auf verschiedene Bereiche rund um die Grundschule Mühlenberg auf. Trotz widriger Wetterverhältnisse waren die Zweitklässler mit viel Freude dabei und befreiten Wege, Spielplätze sowie Grünflächen von Müll jeglicher Art. 

Neben dem kompetenzfördernden Mannschaftsspiel Fußball profitieren die Kinder der Per Mertesacker Stiftung von einer individuellen Lernförderung und Sprachunterricht. Über einen Zeitraum von zehn Jahren, also von der ersten bis zur zehnten Klasse, werden die Kinder individuell durch ein pädagogisches Team betreut. Über Sammelaktionen wie dieser sowie einer Partnerschaft mit „Hannover sauber!“ und dem Erlebnis-Zoo Hannover profitieren die Projektgruppen zusätzlich im Bereich der Umweltbildung. „Auf diese Weise lernen unsere Kinder, achtsam mit ihrer Umwelt umzugehen und dass Müll weder auf Straßen noch auf Spielplätzen etwas zu suchen hat. Die Aktion vermittelt wunderbar, dass jede und jeder Einzelne einen kleinen Beitrag zur Sauberkeit leisten kann und dass es nicht schwer ist, sich bereits in der Nachbarschaft einzusetzen“, so Kevin Dörr, pädagogischer Projektleiter der Per Mertesacker Stiftung.

Am Ende des Tages konnten die Kinder zufrieden auf ein stolzes Ergebnis sechs prall gefüllter Müllbeutel blicken. Insbesondere mit einem guten Gefühl, den eigenen Stadtteil ein Stück sauberer gemacht zu haben und dass der Müll nun dort ist, wo er hingehört: im Müllbeutel.

 

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